Maria Endrich & Alvaro Pina Otey

BISTRO CARMAGNOLE

Kommentare 3

 

1.„ We love what we do“ ist die Überschrift unseres Blogs – damit sprechen wir Menschen an, bei denen wir das von außen betrachtet so sehen. Erzählt uns, was macht den Reiz und die Liebe aus, die Euch jeden Morgen zur Arbeit trägt?

Alvaro // Unter den aktuellen Bedingungen sind die Kompromisse, die man innerhalb dieser Welt machen muss, um zu funktionieren, so groß, dass es schwierig ist, die Balance zu halten und an ihnen nicht ganz zu verblöden, wenn man den Anspruch erhebt, trotz dieser Widersprüche im hier und jetzt ein gutes Leben zu führen. Und zwar ohne die Widersprüche komplett zu negieren. Die Carmangole ist ein Versuch, genau diesen Mechanismen zu entgehen. Dabei bleiben die gesellschaftlichen Konflikte nicht vor der Tür stehen, sondern ziehen sich durch sämtliche soziale Beziehungen, auch bei uns. Die richtige Antwort auf das was ich liebe, wäre —  Freunde treffen, lesen, schlafen und nicht Lohnarbeit.

Maria, ist das bei dir auch so?

Maria // Die Carmagnole ist mein erster Laden. Ich kann nicht sagen, dass es mein Traum war, ein Restaurant aufzumachen. Aber die Idee davon, was diesen Raum ausmacht, das Essen, die Gäste, das Zusammensein in einem schönen Raum, in dem man sich wohl fühlt. Das ist schon das Motiv, jeden Morgen hier herzukommen. Dabei ist es natürlich einfach viel Arbeit. Bei aller Routine ist es aber auch immer wieder abwechslungsreich. Auch das Arbeiten mit dem Team macht natürlich Spaß.

Alvaro // Es ist die Möglichkeit sich intensiv mit einer Materie auseinanderzusetzen, die uns beide interessiert. Essen, Trinken und zu schauen, welche Referenzen man einbauen kann, der ganze kulturhistorische Kosmos eben. Wo kommen die Sachen her? Welche Geschichte haben sie? Dabei ist alles im Prozess befindlich. Wir gehen hier bis auf den Koch, der eine langjährige Ausbildung hat, alle Positionen durch und lernen. Von der Buchhaltung bis zum Tellerspüler. Wir haben alles gemacht, um das ganze Ding zu verstehen.

Es geht ja letztlich auch darum, dass man sich von den Perversionen des Kapitalismus befreit, die besagen, dass man sich komplett mit seiner Lohnarbeit identifizieren soll. Das möchte ich gerade nicht, dafür ist das Leben so viel größer und wundervoller. Wir versuchen uns halt innerhalb der Welt, die anders ist, als wir es uns wünschen, zu arrangieren. Siebzig Prozent der Arbeit ist dabei natürlich auch Stumpfsinn. Buchhaltung, das ganze Organisatorische, was drum herum zu erledigen ist, nimmt den größten Anteil der Zeit ein. Und trotzdem reichen die restlichen dreißig Prozent aus, um uns bei der Stange zu halten. Wir haben natürlich Freude daran. Wenn wir frei haben, sitzen wir trotzdem hier und essen.

Maria // Gerade, weil wir hier sehr viel Zeit verbringen, ist ja der Laden auch genau so, wie er jetzt ist. Man muss vor Ort sein, um die Dinge mitzubekommen, die schief gehen. Man muss selbst teilhaben, dann sieht man, wo es hakt. Man hat ja auch Verantwortung für die Leute und das erwarten sie auch.

 

2. Alvaro, du bist 1980 in Chile geboren, mit den Eltern nach Deutschland geflüchtet; Kindheit und Jugend in Hamburg-Wandsbek. Beginn und Abbruch diverser Ausbildungen und Studien – Tätowierer, Pyrotechniker,  Studium: „Neue deutsche Literatur“ und „Sozial- und Wirtschaftsgeschichte“, Arbeit als Tourmanager, Clubbetreiber und Veranstalter, Betreiber des Clubs Golem, Autor und jetzt die Carmagnole. Ist der Antrieb zum Aufbruch und Neuanfang durch die kindliche Erfahrung geprägt — oder ist es der Reiz und die Neugier nach Neuen? 

Alvaro // Es ist die Angst, wenn man zu sehr drin ist, als Hochstapler entlarvt zu werden.  Deshalb zieht man schnell weiter, bevor man entlarvt werden kann. Pyrotechniker habe ich tatsächlich als Studium in Hamburg begonnen und konnte es dann aber nicht weiterführen. Ich hatte eine mittlerweile aus den Akten gelöschte Jugendstrafe. Das Ganze hat dann tatsächlich nur zu ein paar traurigen Monaten bei diversen NDR Produktionen geführt.

Grundsätzlich glaube ich, ist vieles aus dem Gefühl heraus entstanden, nicht dazu gehören zu dürfen. Mit Rassismus konfrontiert zu werden, Ende der 80er Jahre, und diese unverblümte, offene und einem permanent entgegentretende Ausgrenzung — führt natürlich zu einer Verunsicherung. Ich sehe jetzt zwar nicht so aus, einen Akzent habe ich auch nicht, trotzdem bekam man das Gefühl vermittelt: „Man hat sich so reingeschmuggelt, darf aber nicht so wirklich dazugehören.“

Irgendwann aber dreht sich dieses Gefühl um. Aus „die Welt ist schlecht und ich bin dran schuld“ wird „Die Welt ist schlecht und ihr seid schuld“. Und natürlich gibt es da eine ganz massive Wut, die ganze Kindheit und Jugend über aufgrund der Erlebnisse,  die man hatte. Und genau das hat mir aber den Antrieb gegeben, Dinge zu bewegen. Es ist trotzdem immer der Wunsch da, nie anzukommen. Das ist ein ganz großes Bedürfnis bei mir. Ich bekomme immer  Probleme, wenn sich etwas „settled“. Wenn alles funktioniert, dann interessiert es mich nicht mehr, dann probiere ich wieder etwas Neues aus. Und es gibt einfach so viel, was interessant ist und Spaß macht. Mir geht es nicht so sehr darum, die Routine aufrecht zu erhalten, sondern eher immer auch zu schauen, wo ist die nächste Herausforderung, wo die nächste Hürde. Wobei ich heute nicht mehr permanent am Puls der Zeit sein will, oder ständig innovativ sein muss. Die eigenen Bedürfnisse verändern sich eben auch.

ccarmangole // tendaysaweek

3. Warum gerade ein französisches Restaurant?? 

Maria //  Ich fahre seit meiner Kindheit jedes Jahr nach Frankreich. Mich hat das Essen dort immer beglückt, ob auf dem Markt oder im Supermarkt. Früher war das natürlich extremer, so viele Produkte nach Hause mitnehmen zu können, die es hier in Deutschland nicht gibt. Wenn ich heute Austern esse, dann ist das wie ein Sprung ins Meer — ein Bild im Kopf, ein Gefühl das bleibt.  Als es dann darum ging, welche Küche man anbietet, war ganz klar, die französische. Sie ist einfach vielfältig und regional unterschiedlich.

Auch der Ort war uns dabei wichtig. Es ging darum, wo wohnen wir und wo wohnen unsere Freunde. Sie sollen nach Feierabend oder auf dem Nachhauseweg bei uns vorbeikommen können, um ein Bier zu trinken oder eine Portion Muscheln zu essen. Zudem gab es hier in der Schanze noch kein französisches Restaurant.

Alvaro // Maria hat das Know-How für das Essen. Bevor ich Maria kennenlernte hatte ich ein Bewusstsein gegenüber dem Essen wie ein Fünfjähriger. Trotzdem gab es auch bei mir den Wunsch, sich dieser Art der weltlichen Genüsse hinzugeben. Wenn man sich die geschichtliche Genese der modernen französischen Küche anschaut, wie sie jetzt auch seit ein paar Jahren als Weltkulturerbe erscheint, kann man fragen: Wo ist der Ursprung der französischen Küche, auf die wir uns hier beziehen? Da ist zum Beispiel die vergeistigte Küche zur Zeit der Aufklärung bei Voltaire und Diderot im 18. Jahrhundert. Essen als Genuss wurde hier zum Beispiel auch für den dritten Stand propagiert und nicht mehr nur als reine Kalorienzufuhr betrachtet. Das hat mich total fasziniert. Das ist dann auch der Punkt, wo man aneinander andocken kann, Maria und ich. Man nähert sich von zwei unterschiedlichen Standpunkten und kann sich gegenseitig begeistern.

4. Warum Carmangole? Was hat es mit dem Namen auf sich? 

Maria // Der Name war ein großes Projekt und wir haben sehr viel Zeit damit verbracht.
Carmangole ist ein Lied aus der französischen Revolution und ist auch eine Stadt im Piemont— das war aber erstmal nicht so relevant.

Es gibt davon eine lustig Version von Johnny Hallyday https://www.youtube.com/watch?v=muMtrCCl1vU

Alvaro // Die Carmangole ist eins der drei großen Lieder aus der französischen Revolution und ist angeblich auch gesungen worden, als Marie Antoinette geköpft wurde. Mit diesem Ereignis begann quasi die „neue französische Küche“, auf die wir uns auch beziehen. Kochen und gutes Essen ist nicht mehr nur ein Distinktionsmerkmal für den Adel und den Klerus, sondern theoretisch allen zugänglich, die es sich „leisten“ konnten. Das war der Beginn, davor konnte man nirgends „à la carte„ bestellen. Es gibt hier im Carmangole auch kleine symbolische Reminiszenzen daran, wir verkaufen den Champagner zum Bespiel fast zum Einkaufspreis. Einfach weil wir die Geste gut finden, den Champagner von der Sphäre des sakralen in den Alltag zu überführen, und diesen dann ganz normal zu einer Portion Pommes dazu bestellen zu können.“

Maria // Ich habe letztes Jahr ein Buch über eine europäische Widerstandsgruppe während der NS Zeit gelesen und da tauchte eine jüdische Widerstandgruppe aus Lyon auf, die sich „Carmagnole“ nannte und sogar von einer Frau angeführt wurde. Das wussten wir allerdings damals noch nicht, als wir unser Bistro Carmagnole getauft haben. Trotzdem empfanden wir das als einen weiteren interessanten Aspekt.

4. Nennt mir bitte spontan drei bis fünf Begriffe, die Euch zu Carmangole einfallen?

Alvaro // Klein, eng, laut, lecker, nervig, schön

Maria // herzlich, warm, lebendig, lecker & schön

 

5. Maria, auch du bist umtriebig. Du warst lange in der Musikbranche: Bookerin und Tourmanagerin, Tourbegleitung und parallel ein Studium der Sozialökonomie, Leitung des Musikprogramms beim Internationalen Sommerfestival KAMPNAGEL, ein Jahr bei Greenpeace, DJ, Mutter, Reittherapeutin …jetzt das Carmangole. Hast du das Gefühl hier angekommen zu sein…ist das ein Ort deiner Träume??

Maria // Nee bestimmt nicht, das ist ein Ort, den ich toll finde und den ich mir bestimmt noch eine Weile erhalten will – aber der Ort meiner Träume wäre irgendwo am Meer. Drei Jahre bevor es den Gedanken zur Carmangole überhaupt gab, habe ich mir einen portugiesischen Hengst gekauft und eine Ausbildung als Reitherapeutin angefangen. Reiten hat mich meine ganze Kindheit und Jugend begleitet und mich seitdem auch nicht mehr losgelassen. Kurz vor Ende der Ausbildung habe ich für diesen Laden meine Ausbildung abgebrochen — das war mit der Carmagnole und Kind einfach zeitlich nicht machbar, aber es ist sicher etwas, was ich irgendwann beenden werde.

Tatsächlich aber müssen wir uns immer wieder vor Augen halten, dass bei aller Arbeit, Erschöpfung, dem Frust und den ganzen Krisen, unser Plan hier tatsächlich aufgegangen ist — dass wir unsere Ideen einfach so gut umgesetzt haben. Das haben wir jetzt auch bei unserer Weihnachtsfeier gemerkt, wir waren beide total gerührt von unserm Team, die sich bei uns bedankt haben, mit Blumen und Theaterkarten. „Wow“, dachte ich, was für ein schönes Feedback.

 

6. Ihr teilt viele Leidenschaften in eurem Leben. Es begeistern Euch die gleichen Dinge: Musik, Nachtleben, Genuss, kein 9/5 Leben, Menschen in ihrer Leidenschaft zusammen zu bringen. Ihr kreiert Orte für die Bonvivants und Hedonisten dieser Welt. War Gastronomie, das was noch fehlte?

Maria // Wir haben schon immer gerne Gäste eingeladen — uns hat einfach selbst so ein Ort gefehlt. Es gab das Golem zum tanzen und trinken, eine Bar also, aber keinen Ort für gutes Essen, an dem man sich gerne mit Freunden trifft.

Alvaro // Es hat auch was mit unseren Lebenswirklichkeiten zu tun. Mit Anfang zwanzig hat man kein Bock auf ein Restaurant. Ich habe eher eine intensive Auseinandersetzung mit Spirituosen und Cocktails, Maria eher mit Essen, das ist schon mal eine gute Ergänzung. Unser Wunsch war es, einen Raum zu schaffen, in dem man eine gewisse „Haltung dem Leben“ und „Wertschätzung der Dinge“ gegenüber zum Ausdruck bringt und zelebrieren kann. Deswegen ist unser Essen eher robust, rustikal, mit wenig Komponenten, nicht zu verspielt. Es soll einfach ein gutes, qualitativ hochwertiges Essen sein.

Dazu kommt: Ich wohne seit fünfzehn Jahren hier im Schanzenviertel und man hat einfach keinen anderen Ort gefunden, in dem man gerne essen gehen wollte.

 

7. Diesen Ort der „Gemeinschaft und des guten Geschmacks“ zu schaffen ist euch geglückt?

Maria // Ich kann das in jedem Fall mit „ja“ beantworten. Ich habe Freunde, mit denen ich mich regelmäßig zum Essen treffe. Sie schlagen sogar von sich aus vor, dass wir uns hier treffen. Das ist für mich die Bestätigung, dass sie nicht nur des guten Essens wegen kommen, sondern auch wegen diesem „Ort des Zusammenseins“. Das freut mich sehr.

 

8. Was ist bei euch im Kühlschrank??

Maria // Mein Sohn liebt die Carmagnole und probiert auch gerne neue Speisen. Es ist sein Laden. Aber mir ist es wichtig, einen Raum zu haben, wo wir uns ohne Trubel unterhalten können. Zuhause gibt es eine andere Ruhe — tatsächlich koche ich zu Hause noch recht viel. Mein Kühlschrank ist also in der Regel voll.

9. Maria, Geschichte, Rollenbilder, Gesellschaft… Gegen vieles kann man sich heute gerade als Frau immer noch schwer zur Wehr setzen. Die Geburt eines Kindes ist meist mit einem Wandel verbunden, eine ganz neue Seite zeigt sich— die meisten rutschen in dieser Lebensphase in eine Rolle, die sie nie haben wollten, geprägt durch eigene Erfahrungen, oft eingebettet in Abhängigkeiten. Du scheinst das anders entschieden zu haben, was ist dir dabei wichtig?

Maria // Es ist schon anstrengend, aber das bringt es nun mal mit sich, wenn man ein Kind hat. Man muss seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Ich übernehme mich damit auch immer mal wieder — man kann halt nicht immer alles gleichzeitig machen. Das lernt man ganz am Anfang besonders krass, aber es wird ja immer besser. Am Anfang war es auch bei mir eher ein klassisches Rollenbild, mein Partner war der Hauptverdiener und ich habe noch studiert. Vier Wochen nach der Geburt war allerdings das Sommerfestival hier in Hamburg und da bin ich sofort mit am Start gewesen – es war mir einfach wichtig dabei zu sein. Was ich aber im Nachhinein ein wenig bereue. Es ist schon gut, sich eine gewisse Zeit mit dem Kind zu zugestehen und die auch zu genießen. Ich habe mich immer unter Druck gesetzt.

Ich bin auch nicht in „klassischen Rollen“ groß geworden. Meine Eltern waren beide Taxifahrer während des Studiums, aber meine Mutter hat es durchgezogen und in Heidelberg ein „Shiatsu Institut“ gegründet, während mein Vater weiter nachts Taxi fuhr und sich tagsüber um uns kümmerte. Es scheint meistens so zu sein, dass bei der Geburt eines Kindes, derjenige weiter arbeitet, der zu dem Zeitpunkt eben schon ein festes Einkommen hat oder zumindest leichter an Geld kommt. In meinem Umfeld sind das aber meistens die Frauen.

Alvaro // Das sehe ich nicht so. Ich glaube es geht darum, dass man natürlich ein neurotisches Zwangskollektiv als Familie darstellt, aber dann doch gleichzeitig versucht innerhalb   dieser „verkorksten Verhältnissen“ sowas wie eine „Solidargemeinschaft im Kleinen“ zu gründen. Bei meiner Familie ist es so gewesen, zumindest als wir in Deutschland waren — meine Mutter hat studiert und das Geld verdient und mein Vater hat für uns gekocht. Aber das wurde diskutiert, um dann gemeinsam eine bewusste Entscheidung zu treffen.

 

Pause: Es gibt jetzt ein etwas längeres Gespräch über das Rollenmild „Mann, Frau — Familie und Karriere“…auch Cris hat mit diskutiert, doch das würde hier zu weit führen…

 

10. Zu guter letzt: Euer aktueller Lieblingssong?

Alvaro // Jan Turkenburg: In my spaceship https://www.youtube.com/watch?v=YG-syoT7QfY

Maria // Barbara – parcque je t’aime https://www.youtube.com/watch?v=Ki3r2Lx–m0

 

11. Was ist die beste Idee bis jetzt in eurem Leben??

Alvaro // Maria anzusprechen!

Maria // Gustav!

 

12. Auf einer Skala von 1-10: Wie geht es euch heute? 

Alvaro // 7

Maria // 6

 


Quickreport:

alvero//maria

1.süss oder salzig? salzig//süss

2. morgens oder abends? morgens// morgens

3. mehr ist mehr oder weniger ist mehr? mehr ist mehr // weniger ist mehr

4. lieber allein oder am liebsten mit vielen? lieber allein, aber grundsätzlich mit vielen // ist schwierig

5. auto oder fahrrad? fahrrad // fahrrad 

6. sekt oder selters? sekt // sekt

7. berge oder meer? berge // meer

8. electro oder pop? weder noch // pop

9. Bleistift oder Kugelschreiber? bleistift // kugelschreiber 

10. rom oder hongkong? hongkong // rom 

 

…Danke für Euer Mitmachen- und dass Ihr uns teilhaben last.

 


 

found // by cris

Mein erstes Zusammentreffen mit den Beiden war natürlich im Carmangole. Ich war mit meiner besten Freundin unterwegs und uns war schon beim reinkommen klar — dass das mal wieder einer dieser „besonderen Abende“ werden sollte. 

Alvaro, mit schmalen Oberlippenbart (eben frankophil) begrüßte uns. Es war irre voll und wir bekamen einen Platz an der Bar. Perfekt! Ich liebe es an der Bar zu sitzen, man ist nah dran — zwischen den beiden Welten „Gast und Gastgeber“— kann beobachten und dem was man nicht sehen möchte den Rücken kehren. Maria freudig lachend, immer zwischen Küche, der Bar und den Gästen unterwegs . Alle schienen gut gelaunt, der Barkeeper empfahl uns einen köstlichen Wein und sogar meine „Vegi-Sonderwünsche“ waren keine Problem.

Es wurde eine lange Nacht — und zu guter letzt saßen wir mit dem noch übrig gebliebenen Personal an „dieser Bar“ und tranken einen, wahrscheinlich auch zwei, leckere Moskau Mules. Herrlich! Herrlich unkompliziert — ein freudiges Miteinander und Kennenlernen. 

Seit dem gehört das Carmangole eben zu diesen „Lieblingsorten“, wo man mit einem „Hallo“ begrüßt wird und noch schnell in der Küche vorbeischaut, bevor man sich auf seinen Platz begibt. Eine gute Idee, die die Beiden da hatten diesen Ort zu schaffen, Menschen zusammen zu bringen, die sich mögen und das mit Leidenschaft— tendaysaweek.

 

 

 

 

Kommentare 3

  1. Die 2 haben einen Ort geschaffen, wie ich ihn lange vermisst habe, ich versuche so oft wie es geht dort zu sein… Die Crew ist familiär, das Essen ein Traum… und die Drinks sind nur ein weiterer Grund dort verweilen zu wollen… wenn es spät wird… will man nicht weg… noch ein bisschen… nur noch einen Drink bitte… merci und ein grosses Kompliment, Sven Gordon Williams

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