Katja Inga Baldowski

Tulipa // Burlesque Performances & Dr.Sketchy

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1. Ich denke das in vielen Köpfen Burlesque* noch auf Striptease reduziert wird. Dabei liegt der Fokus im klassischen und auch im New Burlesque eher auf neckisch-humorigen Reizen (tease) als auf dem Ausziehen (strip). Warum hast du ausgerechnet Burlesque als künstlerisches Ausdrucksmittel gewählt?

Burlesque ist sehr nah an Zirkus und Varieté angelegt, gerade bei den Kostümen. Es gibt viel Glitzer, aufwendige Kostüme. Da ich aus dem Kostüm- und Modedesign-Bereich komme und mich da auch schon immer die Form der Selbstinszenierung interessiert hat, kann ich im Burlesque beides vereinen. Ich bin einfach ein selbstdarstellerischer Typ, zeige mich gerne und habe Lust darauf, mich mit meinen eigenen Kostümen zu inszenieren. Das gibt mir die Möglichkeit, in eine völlig neue Rolle zu schlüpfen. 

Beim Burlesque geht es ja weniger darum, dass man am Ende halbnackt da steht, sondern mehr darum, eine Geschichte zu inszenieren und zu erzählen. Dabei ist man erstmal angezogen und macht dann den ganzen Prozess des Entkleidens zum Höhepunkt.

Zudem hat Burlesque auch etwas mit mit der Auflehnung der Arbeiter und den Entwicklungen innerhalb der Populärkultur zu tun. Durch Burlesque war ein keckes Kritisieren von gesellschaftlichen Umständen möglich. Es geht eben dabei nicht unbedingt darum, dass man nur schön aussieht und den perfekten Körper zeigt, man kann damit einfach Dinge oder etwas das einen bewegt ausdrücken, ähnlich wie im Theater; nur eben ohne Worte. 

Diese Form der Inszenierung interessiert mich, wobei ich natürlich auch den klassischen Burlesque für den Dita von Teese steht, also das reine ästhetische Performen und mit dem Fächer Tanzen, mag und schön finde. Ich möchte mich einfach entwickeln, etwas lernen und besser werden — ich bin ja noch nicht angekommen.

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Wie lange machst du das jetzt?

Nicht lange. Eineinhalb oder zwei Jahre.

 

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2. Du bist zum Teil recht extrem. Vom süßen Kuscheltiermantel eingehüllt bis hin zu Zombies, die dich auffressen. Erzähl von deinen Ideen zu diesen Shows. Was inspiriert dich?

Meine erste eigene Nummer war die mit diesem Kuscheltiermantel  (den sie wie alle ihre Kostüme selbst genäht hat). Sie endete in einer Splatter-Szene, dem Töten eines Einhorns. Man könnte jetzt einiges da hinein interpretieren, und sicher dient diese Performance in erster Linie der Unterhaltung und soll nicht unbedingt schockieren — aber mir ging es darum dass ich Tiermorde und Pelz-Tragen ablehne. Die Entwicklung dieses Mantels und der Performance soll meine Haltung dahinter auf humoristische Weise zeigen und zum Ausdruck bringen. Ich bin selbst Vegetariern und es ist einfach ein Thema, das mich bewegt und mir wichtig ist. 

Im Großen und Ganzen ist es eben das Auseinandersetzen mit der Populärkultur.

Die Performance „Marilyn Monroe“ – setzt sich mit dem Thema des geliebt Werdens auseinander.  — Monroe wird während der Show von von Zombies gefressen.* Da stellen sich Fragen wie: Warum ist man als Performer auf einer Bühne? Sucht man die Aufmerksamkeit und hat man diesen Drang nach Anerkennung? Das ganze Thema bringt Marilyn Monroe selbst in dem Song „I wanna be loved by you“ zum Ausdruck. Dem den Zombie-Kult entgegenzusetzen ist für mich eine interessante Begegnung. Der Zombie dient hier als Sinnbild für den Fan, der ein Teil von etwas oder jemandem sein will, was oder den er selbst nie erreichen kann. Er ist quasi jene Art von Mensch, der seiner Bewunderung aus purer Selbstbefriedigung auffrisst und den Star, den er bewundert nicht sich selbst sein lässt oder als eigenständig sieht. 

Ich arbeite gerne mit Brüchen, dem Unvorhergesehenen und Unerwartetem. Ich möchte nicht schockieren um des Schocks willen. Bei mir hat die Performance eben nicht nur den tänzerisch perfekten Aspekt, sondern mehr die Geschichte im Hintergrund, die in einem schönen Kontext performed wird. 

Marilyn Monroe ist dabei meine persönliche Lieblingsfigur, weil sie so viel Potential, so viel Tragik hat, so viel Schönheit. Sie ist immer noch ein großer Star und ich greife sie immer wieder gerne auf. 

 

3. Was soll man nach deiner Show mitnehmen?

Überrascht sein. Etwas gesehen zu haben, mit dem man nicht unbedingt gerechnet hat, einen aber dennoch geschmackvoll, ästhetisch positiv angeregt und angesprochen hat.

 

4. „We love what we do“ ist das Motto des Blogs — und natürlich interessiert uns auch bei dir, was den Reiz und die Liebe ausmacht als „Tulipa“ auf die Bühne zu gehen?

Wie ich schon sagte, es ist der Reiz auf die Bühne zu gehen und sich selbst auszudrücken. Es ist etwas Exzessives, man gibt oder zeigt etwas von sich — wird verletzbar; verausgabt sich; man spürt sich. Ein kleiner ‚triel‘. 

Die Verwirklichung meiner Ideen in einer Performance, dass sie am Ende so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe, ist dabei ein besonderes Glücksgefühl; der Moment, der mich erfüllt.  

 

5. Ich könnte mir vorstellen, dass die kleine Katja schon als Kind gerne auf einer Bühne stand. Oder hast du dieses Talent in dir erst später entdeckt?

Ich hatte auf jeden Fall schon immer eine Leidenschaft dafür, mich zu kostümieren, mir komische Sachen anzuziehen oder Sachen zu nähen. Ich habe sogar meinen Bruder als Mädchen verkleidet. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als man Kassetten gehört hat und tanzend vor dem Spiegel stand; ich war so sieben oder acht, eben Grundschulzeit.

Die Kunst und das Darstellen waren schon immer mein Thema, auch übergreifend. Ich habe sogar eine Zeit lang Musik gemacht. Ich dachte damals natürlich  – wie wahrscheinlich die Meisten – ich werde irgendwann man Popstar (sie muss lachen). Ich habe mich auch im Ballett versucht, aber dafür war ich nicht diszipliniert genug.

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6. Du hast Modedesign an der Armgartstrasse studiert. Warum bist du den Weg der Modeschöpferin nicht weitergegangen?

Für mich bedeutet Modedesign eher Anpassung an Trends. Diesem ‚drill system‘, das ich dahinter sehe, wollte ich mich nie unterordnen. Kostüme zu machen und sich mit deren Wirkung und der Performance auseinanderzusetzen bietet mir einfach mehr Freiraum. Auch wenn ich vielleicht weiß, dass ich damit nicht so einfach Geld verdienen kann. Aber ich brauche diese Freiheit, meine Ideen zu verwirklichen, ohne daran zu denken, wem sie gefallen müssen. 

 

7. Im wahrsten Sinne des Wortes die Hüllen fallen lassen und zu performen – kostet dich das manchmal auch Überwindung?

Das werde ich natürlich oft gefragt: „Wow, das ist ja mutig von dir!“Aber das sehe ich gar nicht so, für mich ist das etwas Natürliches. Natürlich bin ich vor einer Performance aufgeregt, weil ich daran denke: Mach ich jetzt alles richtig? Sitzt das Kostüm? Ist alles stimmig, mit der Musik? Aber das ist wohl einfach normales Lampenfieber oder die übliche Aufregung. Ich habe Freude daran, weiblich zu sein. Ich finde das emanzipiert, sich als Frau gerne zu zeigen, ohne sich dabei anzubiedern. Auch wenn Burlesque eine Form des Striptease ist, macht man es ja nicht nicht, um einem Mann zu gefallen, sondern im Grunde für sich selbst, weil man sich selbst schön findet und damit auch ein Stück sich selbst und seinen Körper huldigt. Man zeigt sich gerne aus dem eigen Stolz heraus. Etwas von sich preiszugeben, aber eben doch nicht alles, eine Spannung im Publikum aufzubauen, das bringt Spaß und ist aufregend.

Und gerade, dass auch Frauen Burlesque lieben, zeigt ja, dass es zwar um Sinnlichkeit und Erotik geht, aber nicht um die nackte Wahrheit und das Anmachen oder um alle Reize auszuspielen. Im Burlesque gibt es so viele unperfekte Körper, das kann und darf einfach jede/jeder machen. Es geht um die Persönlichkeit. 

 

8. Genießt du diesen Diva-Status der Bewunderung?

Ja, aber es ist doch alles auch sehr humorvoll. Es ist eben alles nicht so ernst. Sicher, wenn wir von Dita von Teese reden wollen …. Aber in erster Linie ist Burlesque eine humorvolle Art und Weise des Ausziehens. „Burla“ heißt nun mal Schabernack. 

 

9. Wie gehst du mit Bewunderern/innen um,  wie schafft man da die nötige Distanz?

Ich muss da gar keine Distanz schaffen. Ich freu mich eher, wenn sich jemand ermutigt fühlt, sich mehr zu trauen, auch weiblich zu sein und mich dann auch anzusprechen. Das ist auch ein wenig die „message behind oder einfach ein positiver Nebeneffekt: Ein Aufruf zur selbstbewussten Weiblichkeit.  

Andere Formen von Annäherungsversuchen hatte ich bisher noch nicht. Und wenn das so wäre, dann hätte ich wohl eher Mitleid mit dieser Person. Wer das missversteht sollte doch eher woanders hingehen.

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10. Legst du privat die Künstlerin und Performerin ab oder lebt man irgendwann die Kunstfigur, die man geschaffen hat?

Ich lege das eigentlich nie ab. Ich bin natürlich nicht jeden Tag in Bühnenklamotten unterwegs, aber ich drehe mir jeden Tag meine Haare ein und setze mein Make-Up auf. Das bin ich, ich bin keine Kunstfigur die sich inszeniert. Das ist ein Teil meiner selbst.  Ich seh das nicht als Abspaltung von mir. ‚Katja ist Tulipa‘ und nicht ‚Katja spielt Tulipa‘. 

 

11. In der Bar 439 gibt es die Möglichkeit an einem offenen „Burleskes Zeichenkurs“ teilzunehmen, „Dr. Sketchy“, und du bist Teil dieses Konzeptes. Ist das so etwas wie eine Probebühne für dich?

Ja, da habe ich auch selbst angefangen. Es bietet einem kleinen Kreis die Möglichkeit sich auszuprobieren. Auch für andere Performer aus Hamburg. Viele haben dort mit ihren Shows angefangen. Man kann austesten, wie das Publikum reagiert, ohne dass man Erwartungen von Menschen ausgesetzt ist, die auch noch Geld dafür bezahlt haben. Die Show ist immer ein kleines ‚goody‘. Das Zeichnen dauert in der Regel drei  Stunden, mit verschiedenen Posen und auch mindestens zwei Modellen. Zu guter Letzt wird aus allen Zeichnungen von uns (Carla und wir Modelle) als Jury die schönste ausgewählt und mit einer kleinen Aufmerksamkeit prämiert.

Carla (Riverosz Eissmannie, Betreiberin der 439) hat „Dr. Sketchy“* mit kultiviert –  und ist in Hamburg eine wichtige Instanz geworden, wenn es um Burlesque geht. 

 

12. Was sagen deine Familie oder Freunde dazu, dass du mit kleinen süßen Klebepunkten auf den Brüsten auf der Bühne stehst?

Die meisten finden das toll, wenn es mich glücklich macht, und sprechen mir eher gut zu. Es gibt eigentlich niemanden, der daran Anstoß nimmt. Naja, einen Freund meinte, er würde sich grundsätzlich als Voyeur fühlen, wenn er Frauen zusieht, die sich ausziehen. Aber das ist ein falsches Verständnis, oder er kann sich einfach nicht dem Genuss hingeben, etwas Schönes zu sehen …. Es berührt auch sicherlich manche persönlich. Aber grundsätzlich hat der Besuch in einem Stripclub keine Theateratmosphäre, sondern eher etwas Zweckmäßiges. Man geht da mit einer gewissen Erwartungshaltung  hin, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Dabei hat man sicher viel weniger Charmegefühl, als ins Kino oder Theater zu gehen.  

 

13. Heute mal richtig faul sein: Wie sieht das bei dir aus?

Ja, das gibt es natürlich auch. Aber mit Sicherheit nie.  Auch, wenn ich das Haus nicht verlasse, mache ich mich für mich selbst zurecht. Dann ziehe ich mit Sicherheit meinen geliebten Morgenmantel aus den 40ern an, liege gerne auf meinen Chippendale-Bett mit rosa Stoffbezug und Tüll-Überwurf.  Ich liebe es, mich mit meinen ausgewählten Möbeln und Dingen zu umgeben; barock, etwas trutschig, überladen dekorativ.  Dann höre ich Musik. Ich höre sehr gerne Barock-Musik und habe sogar auch mal Menuett getanzt. 

Viel meiner Inspiration komm auch aus dem Barock, weil es in dieser Zeit darum ging der Schönheit zu frönen und Selbstdarstellung wurde sogar als Wissenschaft betrieben. Wie wird der Mensch zu sich selbst und zu einer Persönlichkeit? Über das Ausstaffieren durch Kleidung und die Form von Bewegung wie zum Beispiel beim Menuett erlangt man Haltung— schon fast einen Intellekt – zumindest war das die Ansicht von damals. Alles dreht sich da scheinbar um die permanente Selbstdarstellung, die hatten ja auch nichts weiter zu tun, als sich um sich selbst zu kümmern und zu drehen — zumindest die Oberschicht.  

 

14. Was ist bis jetzt in deinem Leben die beste Idee?

Den Mut zu haben, mich auf die Bühne zu stellen und Performerin zu werden. 

 

15. Wie war es, das erste Mal auf der Bühne zu stehen?

Gut, aber ich bin natürlich auch kritisch mit mir selbst. Ich bin immer sehr kritisch mit mir selbst. Aber das ist ja alles ein Lernprozess und gehört dazu. .

 

16. Was hat es mit dem Namen Tulipa auf sich??

Die Frau als Schönheit, das ist die Assoziation dazu. Das ist für mich eine Blume und meine Lieblingsblumen sind Tulpen. Tulipa heißt auf lateinisch einfach Tulpe. Die Tulpe ist für mich die starke Verführerin, weil sie etwas unzerstörbares, robustes, fleischiges hat. Tulpen waren zudem im 16. Jahrhundert für einen der großen Börsencrashs verantwortlich. Damals hat man auf Tulpen spekuliert und die Menschen haben sich für eine Tulpenzwiebel in den finanziellen Ruin getrieben. Die Tulpe steht für mich für eine große Sehnsucht, etwas, das man sehr will und einen am Ende zerstört. Tragik und Schönheit zugleich.

 

17. Du machst noch einiges mehr: arbeitest in einer Bar, fotografierst für einen Vintage Shop… Ist Burlesque ein Spaß-Job oder der Traum für dich, damit Geld zu verdienen?

Im Moment ist es mehr ein Spaß-Job, aber ich arbeite daran, dass ich davon leben kann. Hamburg bietet leider nicht so viele Möglichkeiten für Performer,. Die meisten reisen viel, gehen auf Festivals. Es ist eigentlich eine internationale Branche. Wobei ich finde, dass keine andere Stadt mehr mit Las Vegas und der Kunst der Unterhaltung gemeinsam hat wie Hamburg. Gerade hier müsste doch eine Hochburg des Burlesque sein. Aber außer im Queen Caravella und dem 439 kommt man mit Burlesque wenig in Berührung. 

Aber man kann dich als Performern buchen?

Ja klar, das mache ich auch. Ausstellungen, Feste … 

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18. Was sind deine Ikonen oder Menschen die du bewunderst?

Gypsy Rose Lee, eine Burlesque-Tänzerin aus den 20ern, bewundere ich sehr. Sie hat sehr viel  mit Cabaret-Elementen gearbeitet und mit ihrem Publikum kommuniziert, immer sehr humorvoll. Und auf alle Fälle ist Marilyn Monroe eine Ikone von mir. Ich mag ihren Stil, ihren Humor und dieses unbeholfene, mit dem ich auch immer ein wenig spiele. Sie war so perfekt und war die Diva der Selbstinszenierung. Sie hat ganz gekonnt das Mädchen umgesetzt, das eigentlich nichts kann außer schön zu sein. Das hatte natürlich auch eine unglaubliche Tragik, weil sie ja ernst genommen werden wollte, als Mensch und Schauspielerin. Aber ihre Stärke war das humorvolle naiv wirkende Mädchen.

Es ist eine große Kunst, zu wissen dass man etwas kann, aber vorgibt ein Dilettant zu sein.

19. Auf einer Skala von 1-10: Wie geht es dir heute?
6

 

…Danke für dein Mitmachen – und dass du uns teilhaben lässt.

 


Quickreport:

1. süss oder salzig? süss

2. morgens oder abends? abends

3. mehr ist mehr oder weniger ist mehr? kann beides zutreffen.

4. lieber allein oder am liebsten mit vielen? mit vielen.

5. auto oder fahrrad? Fahrrad

6. sekt oder selters? cremant

7. berge oder meer? ich liebe beides.

8. electro oder pop? pop

9. Bleistift oder Kugelschreiber? Bleistift

10. rom oder hongkong? rom

 


Burlesque // Basierend auf den traditionellen Ausdrucksformen der Burlesque erlaubt die New Burlesque eine deutlich erweiterte Palette an Stilrichtungen. Vom klassischen Striptease bis hin zu modernem Tanz, von kleinen Theaterstücken bis hin zu Comedyeinlagen ist erlaubt, was gefällt, wobei der Fokus wie in der klassischen Burlesque eher auf neckisch-humorigen Reizen (tease) als auf dem Ausziehen (strip) liegt. Trotz der Entwicklung einer ganzen Reihe eigenständiger Ausdrucksformen bleibt es bei dem Grundgedanken, die Besonderheit der traditionellen Erscheinungsformen der Burlesque, nämlich den schrägen Humor, durch Verwendung von ausgefallenen Kostümen und humorige Striptease- oder Kabaretteinlagen zu betonen.

** https://vimeo.com/148791758

*** www.facebook.com/Dr-Sketchy-Hamburg-297282407126074

 


found // by cris

katja// Katja ist schön, sehr sinnlich und sexy. Ein Sinnbild für geballte Weiblichkeit und es ist im wahrsten Sinne des Wortes schwer, darüber hinwegzusehen. Mit ihr auszugehen ist wirklich aufregend. Nicht nur, weil sie in Sekunden alle Blicke auf sich zieht, sondern auch zu sehen, wie sie damit umgeht. Sie genießt es mit Stolz und Humor, denn sie nimmt sich und die Reaktionen der Anderen dabei nicht zu ernst.

Überhaupt scheint bei ihr der Humor, auch wenn sie oft ziemlich unnahbar wirkend hinter der Theke im Golem steht, ein tragendes Element in ihrem Leben zu sein. Zu dem Humor, dem Stolz und der geballten Weiblichkeit kommt dann noch eine ganze Ladung ‚irgendwie schräg‘ dazu. Kuscheltiermäntel und Glitzerkostüme, die sie selbst näht, Performances, bei denen sie sich vom süßen Kuscheltiermantel eingehüllt räkelt, bis Zombies sie auffressen, aus Selbstsucht und der Sehnsucht nach Liebe.

Schön schräg würde ich sagen.aber auf jeden Fall unvergesslich. Das hinterlässt mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck. Das ist schließlich die Wirkung, nach der sich jeder Performer sehnt. Dabei steht die stolze Tulipa erst am Anfang. Also: Es bleibt aufregend  — tendaysaweek.

 


art direction// by cris, jewelry  // by jonathan johnson, www.jonathanjohnson.de


 

 

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