Anna Weilberg, Katharina Charpian, Lisa van Houtem

femtastics, blog & online-magazin

Kommentare 3

1. Wir sprechen Menschen an, die aus unserer Sicht einen besonderen Ort mit persönlicher Ausstrahlung schaffen. Mit femtastics schafft ihr einen Raum für „Girlpower“ in der digitalen Welt. Ihr nennt es ein Magazin. Aber ist es nicht eher eine Art Online-Galerie, in der weibliche Persönlichkeiten und deren Lebenswege gezeigt werden?

Lisa // Ich kann mit dem Begriff Galerie nicht so viel anfangen. Es ist eine Community, die dahinter steht. Wenn man ganz an den Anfang zurück geht, dann waren das natürlich Freunde, die etwas auf die Beine stellen, was wir toll finden. Die wiederum stellten uns andere Frauen vor, so wuchs der Kreis. Es geht viel ums Supporten und Vernetzen, auch untereinander. Es entstehen dadurch neue Projekte oder Ideen.

Katharina // Wir haben uns vorab überlegt, wie wir ein Online-Magazin anders aufziehen können, ohne die typischen Rubriken zu füllen. Außerdem lag beziehungsweise liegt das Thema Girlpower gerade in der Luft. Mit den Interviews und Homestories wollen wir die unterschiedlichen Lebensstile aufzeigen. Uns ist wichtig, dass wir persönlich mit den Frauen sprechen, was man auch auf den Bildern sieht. Wir sind nah dran und machen bewusst keine E-Mail-Interviews. Wir führen Gespräche, manchmal auch Diskussionen und fragen nicht nur ab.

Lisa // Es ist bewusst ein Mix aus Blog und Online-Magazin. Wir haben sowohl hochwertige Produktionen und Interviews als auch persönlich geschriebene Texte.

Katharina // Besonders oder anders ist, dass wir Drei einen journalistischen Background haben, alle in Redaktionen gearbeitet haben und gleichzeitig aus der Blogger-Welt kommen. Lisa bloggt seit 2007, Anna ist seit 2009 dabei und ich bin 2008 eingestiegen. Wir kennen also das redaktionelle Arbeiten und wissen gleichzeitig, was online gerade gefragt ist.

tendaysaweek // femtastic

2. Ist femtastics eine Hommage an die Frau – ‘Sei stolz und zeige dich’?

Anna // Nicht unbedingt im Sinne: Tritt auf die Bühne und zeig wie toll du bist. Klar, wir stellen interessante Frauen und ihren Lebensweg, oder Lebensentwurf, und Werdegang vor. Aber unsere Idee dahinter war mehr das Inspirierende. Berufe aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, verschiedene Persönlichkeiten, mit Klischees aufräumen, die man vielleicht bezüglich der Berufsfelder hat. Die Frauen wollen sich auch nicht unbedingt zeigen, oder finden sich so toll oder sind so stolz. Oft muss man sie ein wenig rauslocken und ein wenig Überzeugungsarbeit leisten. Aber ja, wir finden die Frauen toll und fordern sie auf, stolz zu sein.

Katharina // Uns ist auch wichtig, dass wir uns nicht nur im Lifestyle-Kosmos bewegen, sondern viele Lebensstile und Berufe abdecken. Es muss auch nicht immer das große Projekt sein, das total erfolgreich ist. Wir sprechen ganz oft mit Frauen, die ganz am Anfang stehen, sich vielleicht gerade umorientieren. Und es geht nicht darum, dem Leser zu sagen,“Hey, mach dich selbstständig“ oder „Mach alles anders“.

 

3. Einen Blog zu machen schafft man nicht mal einfach so – da steckt viel Arbeit, Liebe und Zeit dahinter. Gerade hier wird sichtbar, dass nichts dem Zufall überlassen wurde. Was war eure Idee dahinter, femtastics ins Leben zu rufen?

Anna // Erst stand die Konstellation und dann die Idee. Wir wollten gemeinsam etwas im Bereich Online machen, aber das konkrete Projekt hat sich im Austausch, beim Ideen sammeln so ergeben. Auf einmal stand es fest und dann sind wir direkt zur konkreten Planung übergegangen.

Katharina // Im Herbst 2014 wussten wir, dass wir femtastics machen wollen. Anfang 2015 haben wir mit den Produktionen angefangen und sind im Mai 2015 an den Start gegangen. Wir kannten uns alle schon viele Jahre und haben bei Print- und Onlinemagazinen  in unterschiedlichen Konstellationen zusammengearbeitet.

Lisa // Wir haben geschaut, welche Kompetenzen wir haben und was wir wirklich gut können. Ganz wichtig war der Girlpower-Gedanke, aber eben nicht als Hardcore-Feminismus-Klatsche.

 

4. Ihr habt also gekündigt und eure Sicherheit aufgegeben?

Lisa // Ja, unbefristete Verträge sogar, aber genau richtig — vielleicht eher zu spät.

 

5. Lisa, Du beschreibst dich selbst als professionelle Autodidaktin. Was kann man sich darunter vorstellen?

Lisa // (sie muss lachen) Was ich eigentlich damit sagen will, ist: Ich komme aus einer ganz anderen Ecke, nämlich der New Economy. Ich hatte schon immer eine hohe Technik- und Software-Affinität. Darüber bin ich in Berührung mit Blogs gekommen und auch dazu, ein eigenes Blog zu schreiben. Ich habe aber keine klassische journalistische Ausbildung gemacht, sondern Kommunikation & Marketing studiert und bin durch das Bloggen in die Verlagswelt gerutscht. Ich wurde als „digital native“ zum Beispiel zu Burda geholt um Blog-Konzepte zu entwickeln. Die Leidenschaft für das Schreiben war aber schon immer da und als ich zur „Brigitte“ in die Online-Redaktion gewechselt bin, hatte ich die Möglichkeit, Seminare an der Henri-Nannen-Schule zu belegen und meine Skills zu vertiefen.

 

6. Katharina, du gehörst zu den ersten deutschen Mode-Bloggerinnen. Am Anfang warst du wahrscheinlich noch im Studium. Hast du also aus Liebe und Begeisterung erstmal ein Projekt gemacht, oder war klar, das geht in Richtung Beruf?

Katharina // Ich habe Modejournalismus und Medienkommunikation studiert und war zum Zeitpunkt meines Blog-Launches im 4. Semester. Zu der Zeit, 2008, gab es gerade mal eine Handvoll Modeblogs und Streetstyle-Blogs kamen gerade erst auf. Mich hat sofort begeistert, dass man eigene Inhalte im eigenen Layout publizieren konnte. Angefangen zu Bloggen habe ich 2008, zwei Jahre später, direkt nach meinem Abschluss, habe ich das Blog I love Ponys Magazine, das es auch heute noch gibt, gelauncht. Mein Ansporn ist nach wie vor die Leidenschaft fürs Bloggen, sonst könnte ich es nicht noch neben femtastics und meiner Arbeit als freie Journalistin und Stylistin machen.

 

7. Anna, wie mutig muss man sein, einen persönlichen Mode-Blog zu machen – „my personal style“ -, sich selbst hinzustellen und seinen Stil im Selbstportrait darzustellen —gehörst du damit zu der „Generation Selfie“?

Anna // Nein, gar nicht. Ich sehe mich nicht so. Der Blog entstand auch früher, als es Social-Media in diesem Ausmaß noch gar nicht gab, kein Pinterest oder Instagram. Ich bin einfach ein sehr visueller Mensch und habe schon immer irgendwelche Bilder gesammelt. Erst hingen sie an der Wand oder lagen in digitalen Ordnern. Irgendwann gab es dann die Möglichkeit, dass man sie in Blogger-Tools Online „raushaut“. Das war aber tatsächlich eher für mich. Ich wollte diese Bilder gerne ordnen, kleine Collagen basteln und mit meiner Freundin teilen. Wir haben in unterschiedlichen Städten gewohnt und uns so einfach gegenseitig Bilder, Orte, Styles gezeigt.

Ich zeige mich natürlich im Bereich „my style“, aber da gibt es Menschen, die das vehementer, regelmäßiger, erfolgreicher und größer machen als ich. Ich habe nie drüber nachgedacht, ob das mutig ist — ich finde es einfach schön, mir Outfits von anderen Leuten anzugucken. Es interessiert mich einfach, es ist eine Form der Ästhetik.

Heute ist ein Blog einfach eine weitere digitale Visitenkarte, mit der man zeigt, was einen interessiert. Die „Generation Selfie“ ist aber tatsächlich etwas Anderes, da wird das ganze Leben öffentlich geteilt, so etwas könnte ich nie machen.

tendaysaweek // femtastic8. Das Bild der freiberuflichen Journalisten: Da denken viele wahrscheinlich an lange ausschlafen, erst mal Kaffee trinken gehen und sich auf sämtlichen Veranstaltungen rumtreiben, um dabei zu sein oder gesehen zu werden. Wie sieht der wirklich aus, so ein Tag im freien journalistischen Leben?

Anna // Das hängt davon ab, was man für ein Typ ist. Es gibt Menschen, die sind vielleicht so, ich bin persönlich nicht so entspannt. Wann man wie arbeitet, kann man sich nur in einem gewissen Maß selbst aussuchen, das hängt einfach davon ab, in wie weit man sich nach anderen Menschen richten muss. Ich dachte auch am Anfang, ich könnte mal mittags zum Sport gehen und nicht immer abends. Klappt aber tatsächlich nie. Und ich habe de facto jetzt weniger Zeit als vorher. Wir arbeiten ja auch hier im Team und es ist uns wichtig, hier auch zusammenzusitzen.

Katharina // Wir sitzen von Montag bis Mittwoch hier in unserem Büro und nutzen abends und an den anderen Tagen Kommunikationskanäle wie Slack, um uns auszutauschen. Für Events haben wir meistens gar keine Zeit, ein eigenes Onlinemagazin ist viel Arbeit. Wir machen alles selbst, von den Interviews über das Layout bis hin zur Vermarktung. Femtastics ist unser Baby und dafür brennen wir auch. Wir Drei müssten uns eher angewöhnen, die Freiheit, die wir haben, mehr zu genießen.

Lisa // Das A und O ist nach wie vor das Netzwerk, die Kontaktpflege, allein das muss kontinuierlich gepflegt werden. Ich persönlich warte eigentlich immer, bis etwas auf mich zukommt. Generell bin ich jetzt viel flexibler als in der Festanstellung. Einiges verschiebt sich aber auch, ich habe früher zum Beispiel nie am Wochenende gearbeitet.

Katharina // Vieles fühlt sich für uns natürlich auch nicht wie Arbeit an.

Lisa // Für mich ist das wie ein Befreiungsschlag, frei zu arbeiten und ich finde sogar die Existenzängste okay. Dann weiß ich einfach, für was ich das alles überhaupt mache. Vorher war ich in einem Hamsterrad, in dem ich einfach so weitergelaufen bin und nichts außer Arbeit geschafft habe. Es hat mich voll beansprucht.

 

9. Aus Freundschaft wird Business. Eine kleine Gratwanderung. Wie schafft ihr es, dass jeder seinen Platz findet?

Katharina // Eigentlich macht jeder alles. Wir sind drei unterschiedliche Typen, aber dadurch ergänzen wir uns auch super. Bevor man gemeinsam ein Unternehmen gründet, muss man sich vorstellen können miteinander zu arbeiten und darf sich nichts vormachen. Es muss einfach stimmen und das tut es bei uns.

Anna // Wir kannten uns ja schon, in privater wie beruflicher Hinsicht. Da weiß man einfach, wie die Anderen ticken. Ich wusste schon vorher, dass Katharina auch mal bis in die Nacht arbeitet und Lisa schon ab sechs Uhr am Rechner sitzt.

Lisa // Es erfordert zudem hundertprozentige Ehrlichkeit und Vertrauen, schließlich unterschreibt man gemeinsam Verträge, hat ein gemeinsames Konto. Das sind sensible Geschichten. Aber wir vertrauen uns bedingungslos, reden auch über Bedenken und Sorgen und lassen uns Freiheit. Ich kann es manchmal selbst nicht glauben, das hier ist wie im Traum.

tendaysaweek // femtastic10. Ich bin am Ende der 60er geboren und im klassischen Rollensystem groß geworden. Frau zuhause mit den Kindern, Vater verdient das Geld – es gab wenig weibliche Vorbilder, die mir ein anderes Bild vorgelebt haben. Wie hat sich euer Frau Sein in der Gesellschaft entwickelt oder geprägt?

Anna // Das war wohl auch die Motivation für femtastics, neue weibliche Vorbilder und Lebenswege aufzuzeigen, durch das Magazin und die Frauen. Vielfältige Herangehensweisen ans Leben, nicht, wie man es vielleicht durch Vorbilder oder Medien vorgelebt bekommt. Es gibt einfach nicht nur einen Weg. Für jeden bedeutet Selbstverwirklichung etwas anderes, ob in der Karriere, im Garten oder mit der Familie. Wichtig ist doch nur, dass man glücklich ist. Viele der Frauen bringen so viel Begeisterung mit. Uns interessiert, welchen individuellen Weg sie gehen und warum.

Lisa // Wobei jeder Weg seine Berechtigung hat. Wir sind die letzten, die eine Frau verteufeln, die sich entscheidet, mit ihren Kindern Zuhause zu bleiben und nicht zu arbeiten.

 

11. Wie sieht sie aus, die Frau von heute?

Katharina // Die Frau von heute hat viel mehr Möglichkeiten. Es gibt heute nicht mehr nur dieses eine Frauenbild. Elternzeiten werden geteilt. Einige Arbeitgeber werden flexibler, was das Arbeiten in Teilzeit angeht und immer mehr Leute in unserem Umfeld machen sich selbstständig.

Anna // Ich kenne auch einige Männer, denen eine klassische Karriere nicht so wichtig ist. Das ist vielleicht noch nicht die Mehrheit, aber es gibt sie.

Lisa // Es gibt zwar viele Frauen, die Karriere machen und die Rahmenbedingungen sollen auch so sein, dass sie es können. Aber wir beobachten, dass sich Frauen bewusst dagegen entscheiden. Das hat auch erstmal nichts damit zu tun, ob sie Kinder bekommen oder nicht. Sie haben einfach keinen Bock auf eine verheizte Karriere. Stattdessen besinnen sie sich auf ihre Leidenschaft und versuchen, daraus etwas zu machen. Sie trauen sich einfach und bitte andere um Hilfe. Oft geht es darum, etwas gemeinsam aufzubauen — weniger Einzelkämpfer-Leben.

 

12. Nennt mir bitte spontan 3-5 Begriffe die euch zu femtastics einfallen?

Girlpower, vernetzen, inspirieren, Vielfältigkeit.

 

13. Lisa, Du bist eine moderne „Sachensucherin“, gehst auf Flohmärkte, kaufst gerne Second-Hand … lebendige Dinge, die eine Geschichte haben? Oder ist es der Reiz des Entdeckens?

Lisa // Beides! Es ist tatsächlich so, dass ich einen erschreckenden Hang zu Dingen mit Vorgeschichte habe. Heute habe ich zum Beispiel eine Jacke an, die ich im Kiloshop gekauft habe. Sowohl bei Möbeln wie auch bei Kleidung mag ich Sachen mit Seele. Ich kann immer weniger Neuware etwas abgewinnen, weil sie eben keine eigene Geschichte hat.

 

14. Was ist der größte Kompromiss zwischen Geld verdienen und Selbstverwirklichung?

Katharina // Es ist toll, dass wir mit unserem Herzensprojekt Geld verdienen können. Deswegen gibt es keinen Kompromiss, wir sind total dankbar und freuen uns, dass unser Onlinemagazin so gut ankommt.

Lisa // Der einzige Kompromiss ist ein Stück weit die Aufgabe der Sicherheit.

 

15. Was ist die beste Idee bis jetzt in deinem Leben?

Anna // …oh…Ich bin mit Superlativen überfordert. So denke ich nicht. Die zweitbeste Idee war in jedem Fall femtastics.(Alle stimmen zu ;))

Katharina // Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das Privatleben an erster Stelle steht — und dann kommt femtastics.

Lisa // Wir definieren uns nicht über unseren Job. Das ist eine andere Kategorie Mensch, die erweckt bei mir eher Mitleid. Wir sind natürlich hier 24/7 zugange, aber mir ist es einfach wichtig, dass es auch Phasen gibt, wo der Kopf aus ist. Das ist nicht immer einfach, das muss man lernen, den Schalter umzulegen.

 

13. Heute mal richtig faul sein – was fällt dir spontan dazu ein?

Lisa // Lesen!

Anna // Ich kann irgendwie nicht richtig faul sein, ich bin immer irgendwie am Machen.

Katharina // Wenn ich abschalten will, dann geht’s mit Freund und Hund in die Natur.

 

14. Auf einer Skala von 1-10: wie geht es dir heute?

Lisa // 9, Anna // 7, Katharina // 8

 



Quickreport:

1.süss oder salzig?
Lisa // salzig, Anna // süss, Katharina // salzig

2. morgens oder abends?
Lisa // morgens, Anna // morgens, Katharina // abends

3. mehr ist mehr oder weniger ist mehr?
Lisa// weniger ist mehr, Anna// kommt darauf an…, Katharina// weniger ist mehr

4. lieber allein oder am liebsten mit vielen?
 Lisa// mit vielen, Anna// zu dritt, Katharina// ja zu dritt

5. auto oder fahrrad?
Lisa // fahrrad, Anna // fahrrad, Katharina // fahrrad

6. sekt oder selters?
Lisa // selters, Anna //
Katharina // wir sollten mehr Sekt trinken und Erfolge nicht an uns vorbei rauschen lassen 😉

7. berge oder meer?
Lisa// berge, Anna// insel mit berg Katharina// berge

8. electro oder pop?
Lisa // Techno, Anna // Rock ‘n Roll, Katharina // Hip Hop

9. Bleistift oder Kugelschreiber?
Lisa // bleistift, Anna // kugelschreiber, Katharina // kugelschreiber

10. rom oder hongkong?
Lisa // rom, Anna // rom, Katharina // rom 

…Danke für euer Mitmachen und dass ihr uns teilhaben lasst.


found // by cris

Ich muss schon zugeben, ich war ganz schön nervös, als ich das erste Mal ins Office von femtastics kam. Das hatte allerdings wenig mit den Dreien zu tun. Ich stand mit meinem Blog am absoluten Anfang, hatte wenig Erfahrung mit Interviews oder überhaupt mit journalistischer Arbeit und nun saßen sie mir, in Jahren wesentlich jünger, aber doch „alte Hasen“, was das Bloggen und Schreiben betrifft, freudig, lachend gegenüber. <Schluck!>

Gut, man lernt nie aus und da spielt das Alter nun wirklich keine Rolle.

Feministische Gedanken begleiten mich mein Leben lang. Schließlich gehöre ich zu einer Generation selbstbestimmter Frauen, die mit wenigen Vorbildern auskommen mussten – wie werden sie also sein, diese drei multimedialen, Kommunikations- und Fashion-Talente ?

Sie waren einfach gut gelaunt, natürlich selbstbewusst. Weit entfernt von ‘Generation Handtasche’ oder Fashion Girlie und kein bisschen „ich steh hier meinen Mann- Lebensplan“. Sie wissen, was sie können, opfern ihr Leben aber weder Karriere, Familie oder einem Laufsteg – sie betreiben eben weder maßlose Selbstaufgabe noch Selbstverwirklichung um jeden Preis.

Gut zu wissen, dass es Frauen gibt, die mit Beruf und Leben selbstverständlich umgehen und dabei ihre Möglichkeiten ausschöpfen. Das sie dann ausgerechnet mich um ein Interview, baten hat mich fast gerührt … Es ist schließlich immer schön, beachtet zu werden — auch wenn sich unsere Wege auf den ersten Blick unterscheiden.


 

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